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BGV A3 / VDE 701 - 702

Wann haben Sie das letzte mal in Ihrem Verteilerschrank den Prüftaster am FI-Schutzschalter (RCD) betätigt ?
Haben Sie gelesen, was auf dem FI-Schutzschalter (RCD) geschrieben steht ?
Dort steht: Prüftaste halbjährlich drücken. Schalter muß auslösen.
Nur so kann geprüft werden, ob der FI-Schutzschalter (RCD) im "Ernstfall" auch wirklich auslösen würde.
Der Auslösemechanismus könnte verklebt sein oder aus anderen Gründen eine Auslösung verhindern.
Wenn der Prüftaster gedrückt wird, muß der FI-Schutzschalter (RCD) auslösen und den gesamten Strom ausschalten.
Löst er nicht aus, muß er sofort ausgewechselt werden, denn es ist ein SCHUTZ-Schalter, der uns Menschen schützt.
 
Bevor Sie jetzt zur Tat bzw. Prüfung schreiten ....
.... beachten Sie, dass der FI-Schutzschalter (RCD) bei dieser Prüfung den gesamten Strom abschaltet; es wird dunkel.
Schalten Sie Ihren PC und andere wichtige Elektrogeräte vorher aus.
Denken Sie auch an Melde- und Alarmanlagen, Zeiterfassungssysteme, Heizung, etc.
Uhren und Wecker, die nicht mit Batterie laufen, müssen nach dieser Aktion neu gestellt werden.
Vielleicht müssen Sie auch Ihren Fernseher oder Videorekorder neu programmieren.
 
Was ist VBG 4, BGV A2, BGV A3 oder VDE 0701-0702 ?
Seit dem 1.4.1979 ist die Wiederholungsprüfung aller Elektrogeräte in Ihrem Betrieb nach BGV A3 (bisher VBG4 bzw. BGV A2) Pflicht und bei Nichteinhaltung mit Bußgeld bis 10.000 Euro belegt!
Im Schadenfall muss der Eigentümer den einwandfreien Zustand der Elektroanlagen und Geräte nach VDE dem Versicherer und der Berufsgenossenschaft nachweisen, ansonsten schließen die Berufsgenossenschaften eine Haftung aus, wenn Personen durch ein ungeprüftes Gerät dauerhaft zu Schaden oder gar zu Tode kommen.
 
Wurde bereits eine berufsgenossenschaftliche Prüfung bei Ihnen durchgeführt ?
Haben Sie Mitarbeiter, die mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln in Berührung kommen ?
Auch PC's, Kopierer, Tischlampen und sogar Verlängerungskabel sind elektrische Anlagen und Betriebsmittel.
 
Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften
 
Zur sicheren Benutzung von elektrischen Geräten und Anlagen sind in der Unfallverhütungsvorschrift VBG-4, BGV A2, seit 01.01.2005 BGV A3 "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" regelmäßige Prüfungen der ortsveränderlichen und ortsfesten Geräte und Anlagen festgelegt.
 
BGV A3
Berufsgenossenschaftliche Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
 
§ 5   Prüfungen
    (1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden:
 
1. vor der ersten Inbetriebnahme und nach einer Änderung oder Instandsetzung vor der Wiederinbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft und
 
2. in bestimmten Zeitabständen.
 
Die Fristen sind so zu bemessen, dass entstehende Mängel, mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden.
 
    (2) Bei der Prüfung sind die sich hierauf beziehenden elektrotechnischen Regeln zu beachten.
 
    (3) Auf Verlangen der Berufsgenossenschaft ist ein Prüfbuch mit bestimmten Eintragungen zu führen.
 
    (4) Die Prüfung von der ersten Inbetriebnahme nach Absatz 1 ist nicht erforderlich, wenn dem Unternehmer vom Hersteller oder Errichter bestätigt wird, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel den Bestimmungen dieser Unfallverhütungsvorschrift entsprechend beschaffen sind.
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Gemäß BGV A3 sind elektrische Anlagen und Betriebsmittel zur Erhaltung des ordnungsgemäßen Zustandes wiederholt durch sogenannte Elektrofachkräfte (dies entspricht i.d.R. einer Ausbildung als Elektroingenieur, Elektrotechniker, Elektromeister oder Elektrogeselle) zu überprüfen. Die Prüfungen werden gemäß den entsprechenden VDE-Normen mit geeigneten Mess- und Prüfgeräten durchgeführt. Die Ergebnisse der Überprüfung sind in einem Prüfbuch zu dokumentieren.
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Mein Angebot
Prüfung der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel nach BGV A3 und
VDE 0100   (EN 61557) Elektrische Anlagen
VDE 0113   (EN 60204-1) Elektrische Maschinen
VDE 0701   Ortsveränderliche Geräte nach Änderung oder Reparatur
VDE 0702   Ortsveränderliche Geräte Wiederholungsprüfung
VDE 0105   Elektrische Anlagen Wiederholungsprüfung
 
Eine Prüfung beinhaltet:
Sichtkontrolle, Funktionsprüfung, sicherheitstechnische Beurteilung
Je nach Gerätetyp Messung von Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Ersatzableitstrom, Berührungsstrom
Prüfprotokoll mit den gemessenen Werten, Prüfplakette
Reparatur oder Stillegung bei beschädigtem oder defektem Gerät
 
Die Prüfung wird mit anerkannten und kalibrierten Prüfgeräten durchgeführt und dauert ca. 10 Minuten pro Gerät.
Der Stundensatz beträgt 39,00 Euro zuzüglich MWSt. auch für An- und Abfahrzeiten.
 
Die Prüfung kann auf Wunsch außerhalb der normalen Geschäftszeiten durchgeführt werden.
Gleichzeitig empfehle ich die Überprüfung des FI-Schutzschalters (RCD) nach VDE 0100.
 
Was bedeutet FI ?
FI bedeutet Fehler-Strom; F steht dabei für Fehler und I für Strom.
 
Wie schützt ein FI-Schutzschalter (RCD) eigentlich ?
Im FI-Schutzschalter (RCD) befindet sich ein Summen-Strom-Wandler. Er erfasst alle Ströme, die über die Phasen (schwarze oder braune Drähte) zu den Elektrogeräten hin fließen und alle Ströme, die über den Null-Leiter (blaue Drähte) wieder zurück kommen. Sind die Ströme in beiden Richtungen gleich groß, ist mit den Elektrogeräten alles in Ordnung.
Hat jedoch ein Elektrogerät einen Übergangswiderstand oder gar eine Verbindung von einer Phase zum Gehäuse, weil z.B. die Isolierung der Zuleitung defekt ist oder bei einem Elektromotor eine "blanke" Wicklung das Gehäuse berührt, fließt ein Teil des Stromes über das Gehäuse und den (hoffentlich) angeschlossenen Schutzleiter (grün/gelber Draht) in die Erde.
Über den Null-Leiter (blauer Draht) fließt nicht mehr der gesamte Strom zurück; im Summen-Strom-Wandler entsteht eine Differenz. Es wird also ein Fehler-Strom festgestellt, der sofort zur Abschaltung führt.
Bei Betätigung des Prüftasters wird ein Fehler-Strom simmuliert, indem über einen Widerstand etwas Strom am Summen-Strom-Wandler vorbei geleitet wird.
Ein FI-Schutzschalter (RCD) mit dem Aufdruck 40 - 0,03 ist für eine maximale Schaltleistung von 40 Ampere und einen Fehlerstrom von 0,03 Ampere (30 Milli-Ampere) ausgelegt.
 
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